Die Wasserfaelle von Iguazu!

Davon hat wohl jeder schon gehoert. Soviel ich weiss sind es die groessten Wasserfaelle der Welt, gemessen an der Wassermenge. Soweit so gut, zuerst aber noch die Geschichte wie wir da hin gekommen sind. Dazu muss man zuerst wissen, dass es von Treze Tilias nach Foz do Iguazu noch einmal ca. 550km sind. Das klingt jetzt vielleicht nicht weit, wenn man sich aber vorstellt man muss von Dornbirn nach Linz auf einer etwas schlechteren Bundesstrasse fahren, dann wirds doch etwas mehr...
Auf jeden Fall haben wir in Treze Tilias einen homosexuellen Huehnerfarmbesizer kennengelernt, der 13 Jahre lang in Deutschland gearbeitet hat und drum etwas Deutsch konnte. Nebenberufliche Betaetigung: Schmuggler, drum wollte er eh gerade am Sonntag nach Paraguay fahren und hat uns gesagt er nimmt uns mit bis Foz do Iguazu. Das klingt jetzt wilder als es ist, der Alex war naemlich der Cousin vom Pablo, dem Mann von der Brigitte, die meine Tante kennt. Absolut vertrauenswuerdig also hab ich mir gedacht und zugestimmt. (Finanziell haette es sich auch gelohnt, die Haelfte des Benzins waere billiger gewesen als zwei Bustickets)
Der vorsichtige Leser denkt es sich vielleicht schon, es kam wie es kommen musste, am Sonntag Mittag kam die Absage und wir sind also dank des Mitfahrangebots einen Tag spaeter aufgebrochen. Egal, man hat ja Zeit...
Wir sind also ueber die Nacht nach Foz do Iguazu gefahren und als wir angekommen sind hat es geschuettet wie aus Kuebeln. Richtig tropisch, so etwas habe ich noch nie erlebt.
Und weil es nicht aufhoeren wollte, haben wir den Itaipu Staudamm angeschaut. Das groesste Wasserkraftwerk der Welt, gemessen an der elektrischen Leistung und dem Wasserdurchfluss! (schon wieder das groesste! hier ist alles etwas groesser als in Vorarlberg. Das ist ja auch nicht schwer hat die Magdalena gemeint aber die kommt ja aus Deutschland und ist somit Groesseres gewohnt...) Jetzt noch ein paar Fotos vom Staudamm und den Wasserfaellen. Hier der Ueberlauf vom Itaipu Staudamm. Zum Glueck hat es geregnet, normalerweise sieht man diesen "Wasserfall" nicht.

Die Wasserfaelle von Iguazu bestehen aus vielen kleinen und grossen einzelnen Faellen und man kann sie entweder von der Brasilianischen oder der Argentinischen Seite aus bewundern.
Von Brasilien aus hat man einen schoenen Ueberblick, von Argentinien aus kommt man naeher hin und es gab dort unglaublich viele Schmetterlinge...
Diese Bilder sind vom Abgrund des "Garganta del Diabolo" (Hoellenschlund).

"Leider" hatte es so viel Wasser, dass man nicht wirklich weit hinuntergesehen hat. Die Gischt hat voellig die Sicht verdeckt. Auf dem rechten Bild in der linken oberen Ecke sieht man das Besucherzentrum auf der Brasilianischen Seite.