Mittwoch, 23. Dezember 2009

Ab nach Patagonien

Jetzt ist es endlich soweit. Die netten Damen beim "Recistro del Automobil" haben mir endlich fast alle noetigen Papere verschafft so dass die Reise weitergehen kann.

Wir sind also raus aus Buenos Aires. Das war gar nicht so einfach wie es sich anhoert... Nachdem wir ca. 2h lang durch Gegenden geirrt sind, die man eigentlich meiden sollte, wenn man den Argentiniern glauben schenkt, haben wir es endlich auf die Ruta 3 geschafft. Jetzt fehlen also nur noch ca. 1700km nach Bariloche.

Die Route ging durch die argentinische Pampa in Richtung Sueden. Vorbei an netten Camping-Plaetzen und riesen-Dinosauriern...

... durch die Wueste auf der "Ruta del Desierto"...

... nach Patagonien!

Mit etwas Mate-Tee als Aufputschmittel und wunderschoenen Landschaftsblicken sind wir also gut in Bariloche angekommen.


Weihnachtlich...

Mit diesen weihnachtlich stimmungsvollen Bildern wuensche ich allen Lesern und allen die ich kenne frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Rosario - Buenos Aires

Jetzt ist es schon eine ganze Weile her, dass ich etwas geschrieben habe. Das hat mehrere Gruende. Zum einen waren wir ziemlich viel unterwegs und hatten selten Internet und zum anderen haben mich die Argentinischen Behoerden so auf Trab gehalten, dass ich am Abend meist weder Zeit noch Lust hatte mich in ein "Locutorio" zu setzen um etwas zu schreiben.
Was ist in der Zwischenzeit passiert? Wir sind von Puerto Iguazu nach Corrientes gefahren, ausgestiegen und in den naechsten Bus nach Rosario wieder eingestiegen weil wir so erschoepft von der Fahrt waren, dass keiner Lust auf Sightseeing hatte.
Gefahren sind wir naemlich ueber die Nacht in einem Doppeldecker-Bus, semi-cama, wie das halt so ueblich ist. Und das im oberen Stock erste Reihe fussfrei. Das mach ich nie mehr!!!! Die Busfahrer in Argentinien fahren naemlich als ob sie fuer ein Go-kart Rennen trainieren wuerden. Wir haben uns auf jeden Fall angeschnallt und wissen jetzt warum in der ersten Reihe eigentlich immer ein Platz frei ist....

Nach ca. 5 Polizeikontrollen (einmal bin ich aufgewacht, da begutachtet mich so ein Polizist in schusssicherer Weste und gezueckter Maglite, dann hat aber der Hung gebellt und er ist wieder gegangen und ich wieder eingeschlafen...) sind wir also in Corrientes angekommen und wie schon erwaehnt nach einem Fruehstueck wieder Weitergefahren in Richtung Rosario.

In Rosario haben wir bei einem Bekannten von Magdalena in der alten Wohnung seiner verschiedenen Oma gewohnt und uns durch den "Chaotischen" Verkehr von Rosario chauffieren lassen. Ausserdem wurden wir zu einem Asado eingeladen... Mhm... das war fein.

Am Sonntag den 6.12. (Nikolaus aber den gibts hier nicht) sind wir dann mit dem Bus nach Buenos Aires (Retiro) gefahren. 4h bei 10° da ist man richtig froh, wenn es nach dem Ausseigen dann statt der erwarteten 40 nur ca. 30° hat... Dazu hatte ich die grossartige Idee, das grosse Gepaeck in Rosario zu lassen, weil in Buenos Aires kaufen wir uns eh ein Auto und dann holen wir "schnell" das grosse Gepaeck in Rosario bevor es in den Sueden weiter geht... Soweit die Theorie.

Die Praxis hat gezeigt, dass man so "fast schnell" ein Auto zwar kaufen kann aber fahren darf man deswegen noch lange nicht damit... Da haben naemlich die Argentinischen Behoerden etwas mitzureden. Und die reden viel und schnell. Und alle sagen was anderes. Mit einem Haufen von Informationen, Fehlinformationen und gutgemeinter Ratschlaege habe ich also begonnen, ein Auto zu kaufen und versucht es auf meinen Namen anzumelden. Da die meisten Informationen die ich bekommen habe, wie es sich im Nachhinein herausstellte, leider Fehlinformationen waren, sitze ich im Moment immer noch in Buenos Aires und hoffe, dass ich Morgen ALLE noetigen Papiere haben werde und dass die Reise weitergehen kann!
In der Zwischenzeit haben wir dafuer ein bisschen Asado gegessen und Buenos Aires angeschaut...

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Foz do Iguazu (30.11.-1.12.)

Die Wasserfaelle von Iguazu!


Davon hat wohl jeder schon gehoert. Soviel ich weiss sind es die groessten Wasserfaelle der Welt, gemessen an der Wassermenge. Soweit so gut, zuerst aber noch die Geschichte wie wir da hin gekommen sind. Dazu muss man zuerst wissen, dass es von Treze Tilias nach Foz do Iguazu noch einmal ca. 550km sind. Das klingt jetzt vielleicht nicht weit, wenn man sich aber vorstellt man muss von Dornbirn nach Linz auf einer etwas schlechteren Bundesstrasse fahren, dann wirds doch etwas mehr...

Auf jeden Fall haben wir in Treze Tilias einen homosexuellen Huehnerfarmbesizer kennengelernt, der 13 Jahre lang in Deutschland gearbeitet hat und drum etwas Deutsch konnte. Nebenberufliche Betaetigung: Schmuggler, drum wollte er eh gerade am Sonntag nach Paraguay fahren und hat uns gesagt er nimmt uns mit bis Foz do Iguazu. Das klingt jetzt wilder als es ist, der Alex war naemlich der Cousin vom Pablo, dem Mann von der Brigitte, die meine Tante kennt. Absolut vertrauenswuerdig also hab ich mir gedacht und zugestimmt. (Finanziell haette es sich auch gelohnt, die Haelfte des Benzins waere billiger gewesen als zwei Bustickets)

Der vorsichtige Leser denkt es sich vielleicht schon, es kam wie es kommen musste, am Sonntag Mittag kam die Absage und wir sind also dank des Mitfahrangebots einen Tag spaeter aufgebrochen. Egal, man hat ja Zeit...

Wir sind also ueber die Nacht nach Foz do Iguazu gefahren und als wir angekommen sind hat es geschuettet wie aus Kuebeln. Richtig tropisch, so etwas habe ich noch nie erlebt.
Und weil es nicht aufhoeren wollte, haben wir den Itaipu Staudamm angeschaut. Das groesste Wasserkraftwerk der Welt, gemessen an der elektrischen Leistung und dem Wasserdurchfluss! (schon wieder das groesste! hier ist alles etwas groesser als in Vorarlberg. Das ist ja auch nicht schwer hat die Magdalena gemeint aber die kommt ja aus Deutschland und ist somit Groesseres gewohnt...) Jetzt noch ein paar Fotos vom Staudamm und den Wasserfaellen. Hier der Ueberlauf vom Itaipu Staudamm. Zum Glueck hat es geregnet, normalerweise sieht man diesen "Wasserfall" nicht.

Die Wasserfaelle von Iguazu bestehen aus vielen kleinen und grossen einzelnen Faellen und man kann sie entweder von der Brasilianischen oder der Argentinischen Seite aus bewundern.
Von Brasilien aus hat man einen schoenen Ueberblick, von Argentinien aus kommt man naeher hin und es gab dort unglaublich viele Schmetterlinge...
Diese Bilder sind vom Abgrund des "Garganta del Diabolo" (Hoellenschlund).

"Leider" hatte es so viel Wasser, dass man nicht wirklich weit hinuntergesehen hat. Die Gischt hat voellig die Sicht verdeckt. Auf dem rechten Bild in der linken oberen Ecke sieht man das Besucherzentrum auf der Brasilianischen Seite.